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7 mars 2007 50 Jahre nach den Römischen Verträge |
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50 Jahre nach den Römischen Verträge :
Europa zu einer Schicksalsgemeinschaft erheben (7/03/2007) Vor 50 Jahren, am 25. März 1957, wurden die Römischen Verträge mit den Unterschriften Frankreichs, Deutschlands, Italiens und der drei Benelux Staaten versehen und somit der Grundstein zur Schaffung eines gemeinsamen Binnenmarkts gelegt. Ziel des EWG-Vertrags war, auf die positiven Erfahrungen aus der Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl sich anlehnend, die Förderung einer gemeinsamen Wirtschaftspolitik durch progressives Zusammenlegen der nationalen Wirtschaftspolitiken und Aufheben der Handelsbarrieren. Die sechs Mitgliedstaaten wollten gewiss auf diese Weise den wirtschaftlichen und sozialen Fortschritt ankurbeln und den allgemeinen Lebensstandard verbessern, jedoch auch dazu beitragen, dass, knapp ein Jahrzehnt nach Ende des Zweiten Weltkrieges, Europa näher zusammenwächst. Was heute als selbstverständlich gilt, nämlich ein Europa ohne Grenzen, war damals allerdings noch weite Zukunftsmusik. Rückblickend kann man heute, 50 Jahre später während denen die EWG sich, zuerst zur Europäischen Gemeinschaft (EG), dann zur Europäischen Union (EU) entwickeln konnte, den visionären Charakter dieses politischen Aktes nicht gebührend genug anerkennen, auch wenn damals nicht genau gewusst war wo die europäische Reise hinsteuern würde. Fakt ist, dass die EU heute ein wirtschaftlicher Riese auf der Weltbühne darstellt, dass wir seit mehr als 60 Jahren in Westeuropa Frieden und einen nie erlebten Wohlstand genießen. Den Geist der Römischen Verträge, nämlich den, Europa auf die Zukunft vorzubereiten, wird heute dringend wieder gebraucht um einen Ausweg aus der Verfassungskrise zu finden. Standen 1957 wirtschaftliche Instrumente im Vordergrund, was nach dem Scheitern der Europäischen Verteidigungsgemeinschaft auch verständlich scheint, so muss heute das Akzent auf die politische Ebene gesetzt werden um eine funktionsfähige Union mit 27 oder mehr Mitgliedern zu ermöglichen. Die EU muss zu einer regelrechten „Europäischen Schicksalsgemeinschaft“ werden um ihre Werte und Interessen auf der Weltbühne zu vertreten! Leider werden noch viel zu oft europäische Entscheidungen mit dem Blick durch die Nationalbrille genommen, wobei wir die Probleme die wir heute zu meistern haben nur gemeinsam erfolgreich angehen können, wie z. B. in der Außenpolitik, in der Energieproblematik, in der Sicherheitspolitik oder im Forschungsbereich. Die Errungenschaften der letzten 50 Jahre auf europäischer Ebene sind enorm, wir sollten dies auf keinen Fall schmälern, sondern uns versuchen auszumalen wo wir ohne Europa heute stünden. Es wäre unverantwortlich diese Errungenschaften durch rein nationale Egoismen aufs Spiel zu setzten. Die Kluft zwischen Europa und seinen Bürgern kann durch eine visionäre Politik überwunden werden. 1957 hat gezeigt, dass solch eine Politik möglich ist. | |||||
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